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 Erleben während des Roulettespiels und vor dem Besuch der Spielbank


Herr L., 53 Jahre

»(…) wie in einen Rauschzustand. (…) Also, manchmal hab’ ich das Gefühl gehabt, man setzt nicht mehr bewusst, bei klarem Bewusstsein. (…) Da hat man schon richtig feuchte Hände, das tropft schon bald von der Hand runter, und da kriegt man schon ganz schönes Herzklopfen und Angst dabei.« [Nach einem Gewinn:] »(…) als ob ’ne Zentnerlast von einem runterfällt, richtig strahlend, da hätte man ein Liedchen pfeifen können und freut sich dann. Man fühlt sich wie ein großer Champ. (…) Ja, wenn ich gewonnen habe, denke ich, dass ich gut gespielt hab’, dass ich das, was ich mir vorgenommen habe, eigentlich auch bewusst, ganz konkret eingehalten hab’. Es ist’n Glücksspiel, das weiß ich ja nun auch. Aber es war, als wenn ich das gesteuert oder beeinflusst hatte.«
 
 
Herr B., 36 Jahre

»Totale Konzentration auf das Spiel. Ich geh’ nur von Tisch zu Tisch, wo ich gesetzt habe. Das einzige, was ich wahrnehme, sind die Ansagen der Croupiers oder ist die Zahl, die gefallen ist, oder der Einsatz beziehungsweise die Plazierung. (…) Ich weiß gar nicht, ob ich wahrnehmen würde, namentlich, wenn jetzt jemand Thomas rufen würde. Ich weiß gar nicht, ob ich das wahrnehmen würde. (…) In schwierigen Situationen hat man ja auch so’n Gefühl, als wenn einem so Steine auf der Brust liegen, so’ne Anspannung ist das, so total nervlich fixiert ist man.«
 
 
Herr P., 42 Jahre

»Hat man gar nicht gewartet bis es 2, 3 [Uhr] is’, sondern runter. (…) Wenn ich mit der Frau ausgemacht hab’, dass wir uns am Mittag sehen oder treffen, bin ich trotzdem weg und runter. Hab’ vielleicht Angst gehabt, dass die Frau mich zurückhalten könnte. (…) Ja, da bin ich rumgelaufen, zuerst zur Spielbank hin, geguckt, ob die noch da is’ [lacht]. (…) Man möcht’ die Zeit am liebsten zusammenschieben, dass man gleich reinkommt. Das Warten ist irgendwie ’ne Zeitverschwendung. (…) Man möcht’ halt nur rein.«




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